Volle Tribünen, starke Auftritte, strahlende Gesichter

04.08.2025 - Stadl Paura war dieser Tage fest in der Hand der internationalen Voltigier-Elite: Bei der Europameisterschaft der Allgemeinen Klasse sowie der Weltmeisterschaft für Junioren und Young Vaulter zeigten über 260 Athlet:innen aus aller Welt ihr Können – und sorgten gemeinsam mit dem Publikum für eine Stimmung, die selbst eingefleischte Turnierprofis ins Schwärmen brachte.

„Seit Wochen restlos ausverkauft – das ist für unseren Sport keine Selbstverständlichkeit“, freut sich Franz Schiefermair, Generalsekretär des Österreichischen Pferdesportverbands (OEPS). „Diese Stimmung, diese Begeisterung – das war Werbung pur für den Voltigiersport.“


Medaillenregen für Österreich

Auch sportlich war das Heimchampionat ein Triumph: Neun Medaillen sicherte sich das österreichische Team – sechs davon allein am Samstag. Eine Bilanz, die sich einmal mehr sehen lassen kann. „Die Leistungen sprechen für sich – das ist das Ergebnis harter Arbeit in den Vereinen und guter Strukturen im Verband. Man kann Bundesreferent Manfred Rebel, den Athlet:innen, den Trainer:innen und den Longenführer:innen nur herzlich für ihre Leistungen gratulieren. Wir als Verband sind darauf sehr stolz“, betont Schiefermair.

Besonders erfreulich: Der Großteil der erfolgreichen Nachwuchsvoltigierer:innen kommt aus dem OEPS-Talente-Team. „Von 14 Teammitgliedern sind neun hier am Start – und sie haben alle abgeliefert. Das zeigt, dass unser Weg der Talente-Entwicklung der richtige ist.“

Verdienstabzeichen für Manfred Rebel

Ein ganz besonderes Highlight am Rande des Turniertrubels: Die Auszeichnung von Manfred Rebel mit dem Verdienstabzeichen des Österreichischen Pferdesportverbandes. „Manfred hat 28 Jahre mit viel Engagement und Fachkenntnis die Voltigierszene als Bundereferent mitgeprägt und erfolgreich aufgebaut. Damit ist er nicht nur der dienstälteste Funktionär des Verbandes, sondern mit über 100 gewonnenen FEI-Medaillen auch der erfolgreichste. Eine mehr als beachtliche Bilanz“, so Schiefermair. „Dass er nun dafür in diesem würdigen Rahmen im Herzen eines Großevents geehrt wurde, ist mehr als verdient.“

Heimische Championate als Chance

Neben sportlichem Glanz und organisatorischer Meisterleistung sieht Schiefermair in Veranstaltungen wie diesen auch ein strategisches Signal: „Solche Championate bringen den Pferdesport in Österreich nicht nur sportlich weiter, sie erhöhen auch unsere Sichtbarkeit. In vielen Medien spielt der Pferdesport aktuell immer noch eine Nebenrolle. Diese großartigen Erfolge und Leistungen helfen der ganzen Community in allen Bereichen.“

Dabei sei das Potenzial riesig – gerade wenn Veranstaltungen wie in Stadl Paura zeigen, wie emotional und publikumswirksam Pferdesport sein kann. „Das motiviert uns als Verband, noch öfter solche Events ins Land zu holen. Und es braucht Veranstalter, wie Christian Kermer, die das stemmen – denen gilt unser größter Dank.“

Blick nach vorn

Der OEPS will den erfolgreichen Weg konsequent weitergehen – mit einem starken Fokus auf Nachwuchsarbeit, gezielte Athlet:innenförderung und Strukturen, die den Übergang vom Breitensport zum Spitzensport möglich machen. „Wir starten jetzt auch mit neuen Athletiktests – weil wir sehen, wie wichtig ganzheitliche Förderung ist“, erklärt der OEPS-Generalsekretär. „Das bringt nicht nur sportlich etwas, sondern auch fürs Leben.“

Ein Championat, das also weit über den Medaillenspiegel hinaus wirkt – und das österreichische Voltigieren ein großes Stück vorangebracht hat.

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