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"Teureres Reiten: Steuerstreit auf Rücken der Pferde"

OEPS-Vizepräsident im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" über das heiße Thema Umsatzsteuer.


OEPS-Vizepräsident im Gespräch mit der Tageszeitung "Die Presse" über das heiße Thema Umsatzsteuer.

„Was ist der Unterschied zwischen Pferd und Kuh?“, fragt sich Gerold Dautzenberg, Vizepräsident des Österreichischen Pferdesportverbands (OEPS). Beides sind Tiere, die auf Bauernhöfen gehalten werden. Sie fressen dasselbe Heu, aber besteuert werden sie ab 1.Jänner 2014 völlig anders. Die Kuh fällt in die geringe Pauschalbesteuerung der landwirtschaftlichen Betriebe, das Geschäft mit Pferden– ob sie gezüchtet, vermietet oder für ihre Eigentümer gepflegt werden – muss künftig mit 20 Prozent Umsatzsteuer belastet werden.

Seit Wochen sind Reiter, Bauern und Betreiber von Pferdepensionen in Aufruhr. Sie machen „die EU“ für eine erhebliche Teuerung ihrer Dienstleistungen verantwortlich. Seit der EuGH im Mai 2011 entschieden hat, dass es für das Geschäft mit Reitpferden keine Umsatzsteuererleichterungen geben darf, fürchten Bauern um ihre Existenz, Reiter erwarten erhebliche Mehrkosten. „Dass wir Umsatzsteuer zahlen, sehe ich als richtig an“, differenziert Dautzenberg. Doch die Umsetzung in Österreich sei völlig falsch gelaufen. Die Interessenvertretungen wurden nicht gehört. Deshalb braue sich eine Stimmung zusammen, die laut Schätzungen des Pferdesportverbands bis zu 3000 Arbeitsplätze kosten könnte. Viele bäuerliche Betriebe denken darüber nach, aus dem Pferdegeschäft auszusteigen.

Quelle: "Die Presse" | Zum kompletten Artikel geht es hier