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Rio 2016: Para-Team um Pepo Puch ist bereit

06.09.2016 - Am 7. September beginnen die Paralympischen Spielen in Rio 2016. Österreichs Paradressur-Team um Pepo Puch hat sich gut vorbereitet.


Österreichs erstes Paradressur-Team bei Paralympischen Spielen (v.l.): Julia Sciancalepore, Thomas Haller, Michael Knauder, Pepo Puch. Foto (c) ÖPC | GEPA pictures

Am 7. September beginnen die Paralympischen Spielen in Rio 2016. Österreichs Paradressur-Team um Pepo Puch hat sich gut vorbereitet. Der Gold- und Bronzemedaillengewinner von London 2012 gibt das Motto für Brasilien aus: „Es ist wie im Skispringen, wir müssen locker bleiben, nur dann geht es weit hinaus!“

Österreichs Para-Equipe mit dem Steirer Pepo Puch (Grade 1b/55 Jahre), den beiden Kärntner Grade 1a-Reitern Julia Sciancalepore (20) und Michael Knauder (38), sowie dem gebürtigen Wiener Paralympics-Routinier in Grad 2 Thomas Haller (fünfte Teilnahme für den 51-Jährigen) ist gut in Rio gelandet. Auch alle vier Pferde namens Fontainenoir (11-jähriger Oldenburger Hengst), Pommery (20-jähriger Bayerischer Wallach), Contessa (20-jährige Hannoveraner Stute) und Puschkin (17-jähriger Österreichischer Warmblut-Hengst) haben den Transkontinental-Flug vom belgischen Lüttich ins brasilianische Rio de Janeiro gut hinter sich gebracht.
 

Zeitplan und Ziele
Am Samstag (10.9.) steht die Verfassungsprüfung (Vet-Check) auf dem Programm, am Sonntag (11.9.) geht es mit dem Team Test los, am Freitag (16.9.) stehen die Kür-Finali am Plan. „Mein Minimalziel ist der Einzug ins Kür-Finale der Top-7“, sagt Paralympics-Champion Pepo Puch mit dem Hinweis, dass es in der Paradressur in der letzten Olympiade – also in den letzten 4 Jahren seit London – alles andere als sportlich leichter geworden ist. „Das Niveau ist unglaublich hoch. Fonti und ich sind in dieser Saison von 5 verschiedenen Paaren geschlagen worden. Doch mit unseren Siegen in Mannheim und Deauville haben wir gezeigt, dass wir unsere Hausaufgaben gemacht haben.“

Gutes Team: OEPS-Generasekretär Dietrich Sifkovits, ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber, Trainer Ernst Mayr, Samantha Haller-Cloete, Trainerin Sara Wahl, Veterinär Dr. Constanze Zach, Thomas Haller, Trainer Georg Wahl, Julia Sciancalepore, Pepo Puch, Michael Knauder, Equipechefin Theres Rantner, OEPS-Delegationsleiter Frank Spadinger und Groom Vlastimil Starý. Foto (c) ÖPC | Franz Baldauf.

Entscheidend sei die Lockerheit. „Wir dürfen uns nicht unter Druck setzen lassen. Es ist wie im Skispringen, wir müssen locker bleiben, nur dann geht es weit hinaus!“ Das empfiehlt er auch seinen Teamkollegen. „Es ist eine riesen Freude, dass sich erstmals eine österreichische Para-Equipe für die Spiele qualifiziert hat. Unser Ziel ist es ja, dass immer mehr Menschen zum Parareiten finden. Und das erreichen wir mit unseren Erfolgen. Meinen Teamkollegen wünsche ich, dass sie die Spiele genießen und am Tag X ganz locker, ohne Druck ihre beste Leistung abrufen.“

Sportlicher Nachsatz von Pepo Puch: „Für Jutta Rus-Machan und Bernd Brugger, die die interne Rio-Qualifikation nicht geschafft haben tut es mir leid, aber sie haben ein Zeichen gesetzt, gefightet bis zuletzt und auch ihre Leistungen waren ein wichtiger Teil für unsere Qualifikation als Team. Danke und bitte helft uns weiter, das Parareiten in Österreich groß zu machen.“

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