Rebel erhält Verdienstabzeichen in Gold

03.08.2025 - Im Rahmen der Welt- und Europameisterschaft im Voltigieren 2025 in Stadl Paura wurde Manfred Rebel mit dem Verdienstabzeichen in Gold des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) ausgezeichnet. Die Ehrung fand im Vorfeld der Siegerehrung am Samstag statt – ein würdiger Rahmen für eine Persönlichkeit, die den Voltigiersport in Österreich wie kaum ein anderer geprägt hat.


Jahrzehntelanges Engagement für den Voltigiersport

Seit 28 Jahren ist Manfred Rebel Bundesreferent für Voltigieren im OEPS. Damit ist er nicht nur der dienstälteste Funktionär des Verbandes, sondern mit über 100 gewonnenen FEI-Medaillen auch der erfolgreichste. „Er hat das Voltigieren zum erfolgreichsten Referat im Österreichischen Pferdesportverbandes gemacht“, sagt OEPS-Generalsekretär Franz Schiefermair in seiner persönlichen Laudatio.

„Die Freude über die Auszeichnung ist natürlich sehr groß, der Rahmen hierfür im Rahmen der Siegerehrung bei einem Heim-Championat ist mehr als würdig. Es ist eine Wertschätzung für die Arbeit der letzten Jahrzehnte, die ich mit großer Begeisterung ausgeführt habe. Alleine wäre das alles aber nicht möglich gewesen. Ich bin sehr dankbar", zeigt sich Manfred Rebel gerührt.

Rebels Engagement geht jedoch weit über Medaillen hinaus: Rebel war maßgeblich daran beteiligt, dem Voltigiersport in Österreich ein professionelles Fundament zu geben – sportlich, strukturell und organisatorisch. Auch während der Corona-Pandemie setzte er alles daran, den Trainings- und Wettkampfbetrieb aufrechtzuerhalten.

Vom Geräteturnen zum Pferdesport

Ursprünglich aus dem Geräteturnen kommend, fand Manfred Rebel 1980 eher zufällig zum Voltigieren. Als aktiver Sportler war er im Einzel- und Gruppenvoltigieren bis zur Klasse S erfolgreich. Besonders das Gruppenvoltigieren hatte es ihm angetan – „die schönste Disziplin“, wie er selbst sagt.

Früh begann Rebel, sich auch als Ausbildner und Funktionär einzubringen. Er absolvierte die vollständige Trainerausbildung an der Bundessportakademie, wurde 1992 staatlich geprüfter Voltigierlehrer und richtete in der Folge rund 250 Turniere. 1997 wurde er schließlich zum Bundesreferenten bestellt – ein Amt, das er bis heute mit großer Leidenschaft ausübt.

Erfolg durch Gemeinschaft

Sein Führungsstil ist von Teamgeist, Transparenz und Handschlagqualität geprägt. Rebel selbst stellt sein eigenes Wirken nicht in den Vordergrund, sondern betont stets die Leistung der Trainer:innen, Longenführer:innen und Athlet:innen. Der enge Zusammenhalt innerhalb der Voltigier-Community sei ein wesentlicher Erfolgsfaktor – und tatsächlich wird dieser Sport weit über die Pferdesportszene hinaus geschätzt. So wurde etwa Eva Nagiller, Weltmeisterin im Voltigieren, 2024 zur Tiroler Sportlerin des Jahres gekürt.

Eine Auszeichnung mit Symbolkraft

Die Verleihung des Verdienstabzeichens in Gold durch den Österreichischen Pferdesportverband wurde stellvertretend für den Verband und dessen Präsidentin Elisabeth Max-Theurer von Franz Schiefermair vorgenommen und würdigt nicht nur eine beeindruckende Laufbahn, sondern auch ein beispielloses Lebenswerk im Dienste des Sports.

Mit ungebrochenem Tatendrang bleibt Manfred Rebel dem Voltigiersport erhalten – zur Freude der gesamten Pferdesportgemeinschaft.

Herzliche Gratulation zu dieser verdienten Auszeichnung!

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