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Mit fünf Ringen auf der breiten Brust

„Mit den fünf Ringen auf der Brust, wird die Sache langsam real“, sagt Katrin Khoddam-Hazrati. Die 34-jährige Vielseitigkeits-Reiterin fasste am Montag gemeinsam mit dem Pferdesport-Team das Olympia-Paket im Vienna Marriott Hotel aus.


„Wir haben so unfassbar viele Sachen bekommen, dass ich es kaum glauben kann“, freut sich die Kärntner Heeressportlerin. „Die Bekleidung ist super-bequem, die Schuhe sehr luftdurchlässig, was bei den hohen Temperaturen in Tokio bestimmt eine coole Sache ist.“

Katrin Khoddam-Hazrati wird gemeinsam mit ihrer 22-jährigen oberösterreichischen Teamkollegin Lea Siegl Österreich am 30. oder 31. Juli in der Dressur, am 1. August im Geländebewerb und am 2. August im Springreiten im Tokioter Equestrian Park vertreten. „Es war schon immer mein Ziel bei Olympia zu reiten. Ich denke, jeder Sportler träumt davon, einmal dort dabei sein zu dürfen!“

Khoddam-Hazrati überlässt nichts dem Zufall

Dabeisein ist für die Wahlsteirerin, die für den HSV Feldbach Reitclub Schloss Kornberg reitet, längst nicht alles. In der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele überlässt Katrin Khoddam-Hazrati nichts dem Zufall. Mit ihrer 12-jährigen Sportpartnerin Cosma arbeitet sie derzeit mit Bergtraining („40 Minuten im Trab auf 1.800 Meter hinauf zum Windradpark im Lachtal“) an der für Tokio notwendigen Kondition.

Die letzte Vorbereitung absolvierte das Duo nicht nur beim Bergtraining in ihrer steirischen Wahlheimat ab: "Wir haben bei Oberzeiring eine große Wiese von einem Bauern zum Trainieren zur Verfügung gestellt bekommen. Die Geländehindernisse haben wir selbst gebaut. Der Konditionsaufbau ist das Wichtigste und wir setzen Schwerpunkte in der Dressur. Wer dort zu weit zurück liegt, hat danach im Gelände und im Sprungparcours fast keine Chance mehr aufzuholen."

Stichwort Hitze und Luftfeuchtigkeit, was für Pferd und Reiterin eine große Herausforderung werden wird: „Cosma hatte zuletzt in Luhmühlen unmittelbar nach dem fordernden Geländeritt einen Puls von 104 und das bei einer Hitze von 30 Grad. Sie ist echt hitzebeständig.“

Zwischen Genie und Wahnsinn

Das Deutsche Sportpferd (DSP) hat die Veldnerin („Meine Eltern haben dort einen Reitstall“) vor 11 Jahren telefonisch gekauft. Ein Glücksgriff: „Mittlerweile sind wir ein geniales Team, wir sind ja zusammen groß geworden. Sie ist zwar manchmal zwischen Genie und Wahnsinn, macht oft, was sie will und hat daher im Dressur-Viereck ihre Probleme. Aber sie springt einfach so verlässlich!"

Bevor es nach Tokio geht, müssen DSP Cosma und das Siegl-Pferd DSP Fighting Line am 10. Juli für zehn Tage in die Quarantäne nach Aachen (GER). Dann geht es am 20. Juli mit einem speziellen Pferdetransport nach Japan. Mit der rot-weiß-roten Teameinkleidung mit den fünf Olympischen Ringen.