Empfang in der Hofburg

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Montagvormittag das erfolgreiche Paralympic Team Austria empfangen. 36 Tage nach der Rückkehr aus Japan fand in der Hofburg zum Abschluss der Paralympics TOKYO 2020 die Medaillenfeier für die österreichischen AthletInnen statt. Direkt im Anschluss erhielten die Medaillengewinner Walter Ablinger, Thomas Frühwirth, Florian Brungraber und Alexander Gritsch in der Wiener City von ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat ihre Medaillenprämie – von 8.000 bis 12.000 Euro (je nach Medaillenfarbe).

In den USA hat Präsident Joe Biden das Paralympics-Team ins Weiße Haus eingeladen, Frankreichs Präsident Emanuel Macron bat die SportlerInnen in den Élysée-Palast – am Montag lud Alexander Van der Bellen in der Hofburg zur TOKYO 2020-Medaillenfeier. Von den fünf ÖPC-Medaillengewinnern fehlte nur der doppelt versilberte Dressurreiter Pepo Puch.


Ebenfalls im Zeremoniensaal dabei: Speerwerferin Natalija Eder und Rennrollstuhlfahrer Thomas Geierspichler, die im Leichtathletik-Stadion eine Medaille nur um Zentimeter verpasst hatten, Dressur-Finalistin Julia Sciancalepore, Schwimm-Finalist Andreas Ernhofer und Trainingskollege Andreas Onea, Triathlet und Top-Ten-Finisher Günther Matzinger oder die Tennis-Asse Nico Langmann und Thomas Flax, der in der Hofburg seinen Abschied vom Spitzensport verkündete, sowie ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber oder Chef de Mission Julia Wenninger.

„Es freut mich, die Sportlerinnen und Sportler als Schirmherr des Österreichischen Paralympischen Committees, nach dem Medaillenregen in Tokio in der Hofburg zu begrüßen. Die Sportlerinnen und Sportler haben gezeigt, wie wichtig es ist, auch in Zeiten einer Pandemie zuversichtlich und fokussiert zu bleiben, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und dadurch erfolgreich sein“ betonte Bundespräsident Alexander Van der Bellen.

ÖPC-Präsidentin Maria Rauch-Kallat bedankte sich für die Einladung und blickte nicht nur auf die Paralympics TOKYO 2020 zurück, sondern auch schon voraus: „Wir sind mit dem einen oder anderen Fragezeichen nach Tokio gereist und mehr als glücklich zurückgekommen. Weil unsere Athletinnen und Athleten gezeigt haben, dass sie trotz der ständig fortschreitenden Professionalisierung des paralympischen Sports in vielen Sportarten zu den Besten der Welt gehören. Was mich ganz besonders freut, dass die zahlreichen Weltklasseleistungen auch in Österreich wahrgenommen und mitverfolgt wurden und der Sport in Zeiten einer globalen Gesundheitskrise im Mittelpunkt stand und nicht das Virus.“

(c) ÖPC/Diener
(c) ÖPC/Diener

Handbiker Walter Ablinger ist spätestens seit London 2012 mit dem Paralympics-Virus infiziert, konnte seine paralympische Medaillensammlung in Tokio um das erhoffte, weil noch fehlende Gold im Einzelzeitfahren und Bronze im Straßenrennen erweitern. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass ich für Österreich so erfolgreich sein konnte – und jetzt die Anerkennung von oberster Stelle ist eine Riesenfreude und für uns Behindertensportler sehr viel wert. Das ist das Tüpfelchen auf dem I, dass es zum Abschluss der Paralympics noch diesen großen Empfang gibt“, so der Oberösterreicher, der nach seinem schweren Trainingsunfall wieder auf dem Weg der Besserung ist.

Weil bei dem Zusammenstoß mit einem LKW-Anhänger („Ich hatte unfassbares Glück!“) sein Handbike – Wert: 18.000 Euro! – komplett geschrottet wurde, traf es sich gut, dass im Anschluss an den Medaillenempfang in der Hofburg im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens im Steigenberger Hotel Herrenhof die Medaillenprämien überreicht wurden. Gold war mit 12.000 Euro dotiert, Silber mit 10.000 Euro und Bronze mit 8.000 Euro. Insgesamt wurden 86.000 Euro an die fünf Medaillengewinner ausgeschüttet und in Scheckform übergeben.

„Es freut uns, dass wir die Prämien im Vergleich zu Rio 2016 deutlich erhöhen konnten, weil es nicht nur eine Anerkennung für sportliche Leistungen sondern auch für Einsatzbereitschaft, Begeisterungsfähigkeit und den Willen zum Erfolg ist. Aber wir sind noch nicht dort, wo wir hin möchten, nämlich zur völligen Gleichstellung mit den olympischen Athletinnen und Athleten – auch bei den Prämien“, so ÖPC-Generalsekretärin Petra Huber, für die mit ihrem Team nach den Paralympics vor den Paralympics ist. „Die Analyse der Spiele in Tokio ist auf der Zielgeraden, die Vorbereitungen für die Winterspiele 2022 in Peking laufen bereits auf Hochtouren.“

(c) ÖPC/Diener
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