Ein Jahr mit Olympia und EM

Seit über zehn Jahren leitet Diana Wünschek das OEPS-Dressurreferat. In ihrem letzten Championatsjahr gewährt sie uns Einblicke in ihre Aufgaben als Referentin, persönliche Ziele und Visionen für die bevorstehende Saison.


Ersten Pflichtturniere im Auswahlprozess

Ihre Aufgabenbereiche sind vielfältig, ihr eigenes Praxiswissen groß. Diana Wünschek hat sich in den vergangenen Jahren als OEPS-Dressurreferentin das Ziel gesetzt, Sichtungs- und Kaderkriterien übersichtlicher zu gestalten und faire Meisterschaftsbedingungen zu schaffen. „Mir war es von Beginn an wichtig, einheitliche Kriterien herauszuarbeiten, transparent zu agieren und Reiterinnen und Reitern im Spitzensport bei Internationalen Turnieren und Championaten bestmöglich zu betreuen“, so die Referentin über ihre Arbeit im Verband.

Dabei ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern entscheidend. „Während die Landesreferate für die wichtige Basisarbeit zuständig sind und als erste Ansprechpartner Reiterinnen und Reitern auf nationaler Ebene zur Seite stehen, übernehmen wir die Organisation und Betreuung der internationalen Leistungs- und Spitzensportlerinnen und Spitzensportler“, so Wünschek weiter. „Obwohl ich offiziell mein Amt als Dressurreferentin aus persönlichen Gründen mit Jahresende zurückgelegt habe, stehe ich weiterhin beratend und unterstützend in organisatorischen Fragen zur Verfügung“, führt sie fort. Auch wenn ein/e NachfolgerIn bislang noch nicht bestimmt wurde, blickt das Dressurreferat dennoch gespannt auf die bevorstehende Saison. Aufgrund von COVID-19 ist bislang alles in Schwebe, doch in Kürze stehen bereits die ersten Pflichtturniere im Auswahlprozess um die heiß begehrten Teamplätze für die Olympischen Spiele in Tokio Ende Juli auf dem Plan.

EHV1-Infektion verhindert Auftakt im Magna Racino

Österreich konnte bereits im Vorfeld eine Mannschaft qualifizieren und ist dadurch berechtigt, drei ReiterInnen nach Japan zu schicken. Der eigens für den Auswahlzeitraum gebildete Olympia-beziehungsweise EM-Kader umfasst derzeit sieben ReiterInnen und drei weitere Aktive im Olympiaperspektivkader. Aufgrund des Ausbruch einer EHV1-Infektion in Valencia musste der Auftakt Ende März im Magna Racino (CDI4*) abgesagt werden. Im Juni gibt es allerdings beim CDI4* in Achleiten eine weitere nationale Möglichkeit, die vom gesamten Kader im Hinblick auf die Qualifikation für die beiden bevorstehenden Großereignisse genutzt werden wird. „Wir haben zur Vorbereitung einige stark besetzte internationale Turniere ausgesucht, aber auch einen nationalen Fixpunkte bestimmt. Damit wollen wir es den Reiterinnen und Reitern ermöglichen, die für sie passenden Wettkämpfe auszusuchen, und ihnen dahingehend Freiräume geben. Jede und jeder sollte die Möglichkeit haben, gegen gute nationale und internationale Konkurrenz zu reiten“, erklärt OEPS-Sportdirektor Christian Steiner.

Viele junge und frische Kombinationen lassen auf gute Resultate hoffen. „Die Spiele werden sicherlich nicht in der bisherigen Form stattfinden können, womöglich entsteht dadurch eine zusätzliche mentale Belastung für die Sportlerinnen und Sportler. Diese sollte man nicht unterschätzen“, so die Dressurreferentin zu den Rahmenbedingungen in Japan. Neben den Olympischen Spielen ist das weitere große Saisonziel mit Sicherheit die Europameisterschaft in Hagen am Teutoburger Wald (GER) Anfang September. Der Nachwuchs bestreitet bereits davor in Spanien und Polen die Titelwettkämpfe in den verschiedenen Alterskategorien. Um hier an die Erfolge des vergangenen Jahres anknüpfen zu können, macht sich Diana Wünschek gerne selbst vor Ort ein Bild. „Als erste Standortbestimmung wurde im Februar eine Sichtung ausgetragen. Hier hat sich gezeigt, wie die jungen Erwachsenen den Sprung in die höhere und anspruchsvollere Altersklasse geschafft haben“, zeigt sie sich schon jetzt motiviert für die bevorstehende Saison.