Volle Kraft voraus

22.12.2023 - Seit Anfang November steht es fest: Franz Jahnel und Ralph Buchberger wurden vom Präsidium des Österreichischen Pferdesportverbandes als neue Veranstalter:innenvertreter bestimmt. Das Duo kann auf eine jahrzehntelange Tätigkeit, viele verschiedenen Funktionen eingeschlossen, im Pferdesport zurückblicken und geht voller Tatendrang in seine neue Aufgabe.

„Aufgrund meiner Tätigkeiten auf Turnieren (Anm.: Sprecher, Zeitnehmung und Organisator) bin ich seit vielen Jahren in diesem Bereich unterwegs und habe demnach mit vielen Veranstalter:innen zu tun. Ich freue mich, dass wir das Vertrauen bekommen haben und blicke mit einer großen Portion Zuversicht nach vorne. Eines ist klar: Alle Veranstalter:innen brauchen die Reiter:innen, und umgekehrt. Daher werden wir uns beide tragenden Säulen anschauen und einen intensiven Austausch forcieren – das ist das Fundament, um gemeinsam gezielte Schritte setzen können“, gibt Jahnel einen ersten Einblick.

Der Oberösterreicher hofft darauf, dass sich wieder neue Veranstalter:innen finden lassen und sie mit ihren Aufgaben im Sinne des heimischen Pferdesports mitwachsen. „Wir stehen da gerne mit Rat und Tat zur Seite, teilen unsere Checklisten und helfen, wo es erforderlich ist. Gerade für kleinere Veranstalter:innen ist es angenehm, wenn man einen Leitfaden in der Hand hat. Oftmals geraten wichtige Dinge in Vergessenheit, oder man denkt anfangs gar nicht daran. Wenn wir Verbesserungspotenzial sehen, dann wollen wir das ansprechen und uns des Themas annehmen. (Wenn es seitens der Veranstalter Verbesserungspotential gibt, werden wir uns der Themen annehmen und zur Sprache bringen. Uns geht es um die Sache, das wird bei uns beiden groß geschrieben“, so Jahnel. Der Pferdesport-Allrounder hat sich schon viele Gedanken gemacht und einige Themenbereiche – wie etwa das kurzfristige Absagen von Turnieren, die lange im Kalender stehen und andere Veranstalter:innen blockieren – auf seiner Agenda.


Mentorenprogramm mit Weitblick

Der zweite im Bunde ist Ralph Buchberger, der Anfang November bei der Präsidiumssitzung des Österreichischen Pferdesportverbandes ebenfalls als Veranstalter:innenvertreter bestätigt wurde. Der Niederösterreicher, der selbst auf Grand-Prix-Niveau in der Sparte Dressur aktiv war, ist seit über 20 Jahren im Pferdesport tätig und gilt in seinem Bundesland als einer der Vorzeigeveranstalter. „Wir haben bei uns im Reitverein Geiger Amstetten auch klein angefangen und hatten zu Beginn wenige Starts. Dadurch haben wir uns viele Teilbereiche genauer angeschaut, einige Sachen optimiert und gezielte Aufbauarbeit betrieben. Das hat sich bezahlt gemacht. Vor vielen Jahren durfte ich neben verschiedenen Funktionen im Vorstand auch die Turnierorganisationen übernehmen. Ich denke, wir haben da mittlerweile einen super Standard für die Aktiven, das Publikum und alle Beteiligten geschaffen“, gibt Buchberger einen kleinen Einblick und ergänzt: „Die gewonnenen Erfahrungswerte kann uns niemand mehr nehmen, und genau die wollen wir jetzt als Mentoren an die kleineren Veranstalter:innen weitergeben. Die großen brauchen keine Hilfe, die haben ihre Konzepte und alle organisatorischen Belange umfänglich im Griff. Genauso, wie sich junge Reiter:innen entwickeln, wollen wir das auch bei den Veranstalter:innen initiieren. Es ist ein Prozess, den wir gemeinsam mit Weitblick erarbeiten und essenzielle Bereiche optimieren wollen. Das Ziel ist es, neue Standards zu setzen und den Veranstalter:innen auf ihrem Weg etwas unter die Arme zu greifen. Aber wir sehen auch das Aufzeigen von neuen Möglichkeiten sowie Aufklärungsarbeit – wo gibt es Förderungen bzw. Unterstützungen – als unsere essenziellen Aufgaben.“

Erstmals seit 2019 ist die ehrenamtliche Position, bei der man im Turnier- und Regulativausschuss auch mit einem Stimmrecht ausgestattet ist, im Österreichischen Pferdesportverband wieder besetzt. Diese Chance will das neu formierte Duo ergreifen: „Wir sehen uns als Sprachrohr nach innen und nach außen. Wir sind bereits mit vielen veranstaltenden Personen in Kontakt und werden die Bedürfnisse und Wünsche zusammentragen, sie bewerten und dann gezielt in den OEPS-Gremien vorbringen. Mir ist es wichtig, dass der Fokus auf konstruktiven Inhalten liegt, die uns bzw. unsere Veranstalter:innen weiterbringen. Wir sind sozusagen an der Front draußen und sehen, welche Inhalte dann auch in der Praxis relevant bzw. welche Inhalte schwer umzusetzen sind. Wie schon gesagt, es ist ein Prozess, in den wir beide hineinwachsen wollen und müssen. Es gibt zwar keinen Masterplan, aber viele Ideen, die bereits in der Schublade liegen. Wir sind jedenfalls motiviert und wollen in unserer Funktion etwas Nachhaltiges bewirken. Es geht um unseren Pferdesport, das muss bei unserem Tun an erster Stelle stehen!“, erklärt der Niederösterreicher.

Kontaktinfos

Ralph Buchberger
buchberger.r@gmx.at
0043 676 53 01035

Franz Jahnel
jahnel@gmx.at
0043 664 15 26 214