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Working Equitation als Social-Media-Star

Das jüngste Referat des Österreichischen Pferdesportverbandes als Social-Media-Star: bis zu 1,2 Millionen erreichte Menschen auf Facebook und mehr als 10.000 Follower auf zwei Kanälen sind der Beweis.


Das jüngste Referat des Österreichischen Pferdesportverbandes als Social-Media-Star: bis zu 1,2 Millionen erreichte Menschen auf Facebook und mehr als 10.000 Follower auf zwei Kanälen sind der Beweis.

Ein Artikel von Daniel Winkler aus der März-Ausgabe der Pferderevue.
 
Die Zahlen sind beeindruckend und zeigen, was mit guten Videos, Fotos und begeisterten Texten möglich ist. Auf dem weltweit größten Social Media-Kanal Facebook hat die Working-Equitation-Austria-Seite mehr als 4.054 Follower, die Seite „Working Equitation Just work it“ von Österreichs Nummer eins Martina Weteschnik hat mehr als 6.711 Abonnenten.

Insgesamt also sind es knapp 11.000 Menschen, die diesen Seiten auf Facebook regelmäßig folgen. Mittlerweile hat Working Eqitation Austria auch einen Newsletter installiert und einen eigenen YouTube-Kanal eröffnet.


Wie erzielt man mit einer kleinen Sparte so große Reichweiten, fragten wir Sandra Migl, die seit dem Working Equitation im Jahr 2013 in den Österreichischen Pferdesportverband aufgenommen wurde, als Bundesreferentin ehrenamtlich tätig ist?

„Wir haben versucht eine doppelte Plattform aufzubauen. Ich betreibe alle Sachen, die sich österreichweit abspielen und stelle alle Infos auf der Working Equitation Austria-Homepage oder unserer Facebook-Seite online. Martina Weteschnik begeistert die Fans durch die sehr persönlichen Einblicke, die sie in ihren Sport gewährt. Martina antwortet auf jeden Kommentar – kein Witz! Auch wenn das so zirka 2000 sind, sitzt sie so lange dran, bis jeder eine Antwort bekommen hat.“


Eingeschworene Gemeinschaft
Martina Weteschnik ist seit drei Jahren Österreichs Nummer 1 in der Working Equitation. Sie stieg 2009 mit ihrem Noriker „Geiger“ in den Sport ein und hat sich mit Hilfe ihrer Mutter Claudia mehr oder weniger alles selbst beigebracht. Ihren Lusitano Wallach „Bogalho“, der Weteschnik im Jahr 2018 bei der Weltmeisterschaft auf den dritten Platz im Teilbewerb Dressur trug, hat sie selbst ausgebildet.


Noch einen Schlüssel zum Erfolg hat Sandra Migl parat: „Teamarbeit und die unglaubliche Begeisterung jedes Einzelnen für die Arbeit mit unseren Pferden. Ich habe die große Ehre und Freude, mit einem unglaublichen Team zusammenarbeiten zu dürfen! Die Landesreferenten, die Working Equitation-Lehrwarte, die Eltern unserer jungen Worker, die Reiterinnen und Reiter sind immer offen für neue Projekte. Und hinter uns steht ein großartiges Helferteam, das immer mit dabei und sich nicht zu schade ist, in meiner Garage zu stehen, um Hindernisse zu streichen oder zu bauen. Wir machen fast alles selbst und am Ende der Saison gibt es immer ein Helferessen.“
 

Eine eingeschworene Gemeinschaft sind sie also, die Worker, die besonders auf ihren Nachwuchs achten. „Wir versuchen immer unsere kleinsten Worker zu integrieren und auf die Turniere mitzunehmen. Sie sind mit unseren Masters bei der Global Tour eingeritten und haben in den großen Arenen und Messehallen die Nerven behalten. Wir haben unglaubliche Fans, die uns zur WM hinterherreisen, bei den Messeauftritten anfeuern oder eben unsere Beiträge auf Facebook teilen und liken.“

Sogar ein eigenes Maskottchen namens Pauli wurde kreiert. „Da steckt meistens mein Freund drin“, verrät Migl augenzwinkernd, „um die Kids bei allen Veranstaltungen zu unterstützen. Das kommt nicht nur bei den Kindern, sondern auch beim Publikum sehr gut an.“

Gewandeltes Image

Sandra Migl ist internationale Richterin, weltweit gibt es davon nur zwölf, die vom Weltverband WAWE ernannt wurden. Die 44-jährige Wienerin wurde bereits bei zwei Europameisterschaften als Richterin eingesetzt und weiß auch als Veranstalterin wovon sie spricht, denn seit zehn Jahren organisiert sie Working Equitation-Events. „Ich habe am Schafflerhof in Ebreichsdorf begonnen, durfte dann viele Jahre im Magna Racino veranstalten, wo wir auch 2014 die Weltmeisterschaft ausgetragen haben. Diese Veranstaltung hat unserem Sport einen Mega-Schub gegeben. Davor wurden wir ja oft als die, die um die Tonnen reiten belächelt. Dieses Image hat sich in den letzten Jahren ganz drastisch gewandelt.“
 

Neben der WM im Magna Racino in Ebreichsdorf (NÖ) betrieb die Working Equitation unter anderem mit Präsentationen bei der Longines Global Champions Tour in Wien am Rathausplatz und in der Krieau Werbung in eigener Sache. „Das sind Highlights, die wir sicher nie vergessen werden“, schwärmt Migl, die seit dem Jahr 2015 Turniere mit dem Verein „Working Equitation Austria“ am Zuckermantelhof in Schönkirchen-Reyersdorf im niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf veranstaltet.

Migl: „Jeder Veranstalter oder Stallbesitzer, der uns seit 2009 die Chance gegeben hat uns präsentieren zu dürfen, hat so unglaublich viel dazu beigetragen unseren Sport bekannt zu machen. Ihnen allen kann ich gar nicht oft genug danken!“


Dankbar ist Migl auch für die gesamt Working Equitation-Community: „Wir sind eine tolle Gemeinschaft und ich bin sehr froh, ein Teil davon sein zu dürfen. Ohne meine Familie und diese Truppe im Rücken würde gar nichts gehen. Das ist mein Antrieb und der Grund, warum ich so viel Freude an der Sache habe.“ Warum so viele Menschen mit großer Freude Working Equitation betreiben, erklärt sie wie folgt: „Unser Sport eignet sich für alle Pferde, alle Rassen und alle Altersklassen der Reiter. Ich denke, dass sich viele Reiter bei uns wohlfühlen, weil nicht unbedingt jenes Pferd gewinnt, das die besten Gänge hat, sondern jener Partner Pferd, der alle Lektionen und Hindernisse mit Ruhe und Gehorsam, Vertrauen zum Reiter und Rittigkeit meistert.“

Weitere Infos: www.working-equitation.at