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Top-ausgestattet nach Tokio

Österreichs Pferdesport-Team ist im Olympia-Stress. 3 Reiterinnen und 2 Reiter samt BetreuerInnen-Stab machten auf ihrem Weg über Aachen (Pferde-Quarantäne) nach Tokio noch einen eiligen Zwischenstopp in Wien.


Team-Routinier Victoria Max-Theurer, die vor ihrer fünften Olympia-Teilnahme steht, nahm auch noch an der am Montag live übertragenen Pressekonferenz zur Kaderpräsentation des 75-köpfigen Olympic Team Austria teil.

„Wir sind richtig happy, dass wir es geschafft haben, ein Team zu qualifizieren. Am Abend geht Richtung Aachen, wo unsere Pferde am Dienstag in die Quarantäne gehen, damit keine Krankheiten nach Japan eingeschleppt werden. Am 13. Juli fliegen wir dann nach Tokio“, erklärte die 35-jährige Oberösterreicherin, die ihr Olympiadebüt 2004 in Athen gegeben hat.

Erstmals seit Athen ist wieder ein rot-weiß-rotes Dressurteam am Start. Ziel ist das Team-Finale der Top-8-Nationen zu erreichen: „Wenn wir alle im Grand Prix gut laufen, ist das durchaus möglich.“ Für sich persönlich wünscht sich die Dressurreiterin eine weitere Final-Teilnahme (Top-18), wie in London 2012, als sie Dreizehnte geworden war.

Vom "Zivilisten" zum Olympia-Sportler

„Die Olympia-Ausstattung ist top“, freute sich Olympia-Debütant Christian Schumach über die umfassende Ausstattung. Der Kärntner Dressurreiter war über den Zauber der Team-Uniform begeistert: „Man kommt hier als normaler Mensch in Zivil herein und geht als Olympia-Sportler wieder raus. Ich bin sehr stolz die fünf Olympischen Ringe auf meiner Teamwäsche tragen zu dürfen.“

Größtes Pferdesport-Team seit Athen

Insgesamt wurde das größte Pferdesport-Team seit Athen 2004 ausgestattet: Das Dressur-Team mit Victoria Max-Theurer, Florian Bacher („Die Vorfreude auf mein Olympia-Debüt ist riesengroß. Wir haben ein tolles Team mit dem Ziel die Sensation zu schaffen und unter die Top-8 und damit in den Grand Prix Special zu kommen“) und Christian Schumach, sowie die beiden Einzelreiterinnen in der Vielseitigkeit (Dressur, Gelände, Springreiten) Lea Siegl („Am Samstag geht's los nach Aachen, ich freu‘ mich schon riesig und bin auch schon ordentlich aufgeregt. Gut, dass mein Papa, der 2004 im Vielseitigkeitsteam bei Olympia war, als mein Trainer dabei bist“) und Katrin Khoddam-Hazrati. Dazu ein BetreuerInnen-Stab von 18 Leuten, angefangen vom Hufschmied über Veterinäre, Pferde-Physiotherapeutin bis zum Pferdepfleger.

Die Termine für die Olympischen Dressur-Wettbewerbe: 24. und 25. Juli Grand Prix, am 27. Juli werden die Team-Medaillen unter den Top-8-Nationen im Grand Prix Spezial vergeben, 28. Juli Grand Prix Kür der Top-18 des Grand Prix.

In der Vielseitigkeit geht es am 30. und 31. Juli mit der Dressur los, am 1. August steht die Geländeprüfung und am 2. August das Springreiten im Tokioter Equestrian Park am Programm.

Alle Ritte der ÖsterreicherInnen werden live im ORF übertragen.