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Olympia-Quali geht in heiße Phase

Auf nach Ornago (ITA) zum internationalen Dressurturnier in der Nähe von Mailand. Österreichs Equipe startet dort von Donnerstag bis Sonntag mit Florian Bacher, Christian Schumach, Belinda Weinbauer (alles Mitglieder des Olympiakaders) und Timna Zach (Olympiaperspektivkader).


Der mit Spannung erwartete Re-Start nach der Coronavirus-Zwangspause von Spitzenreiterin Ulrike Prunthaller bleibt leider weiterhin aus. Die derzeit in der Dressur-Weltrangliste mit ihrem Sportpartner Bartlgut’s Quebec auf Platz 81 liegende Österreicherin zog ihre Nennungen für Mannheim (GER) und Ornago (ITA) jeweils kurzfristig zurück.

Das anstehende CDI4* in Italien zählt als Wahlturnier zur internen Olympiaqualifikation des österreichischen Dressurteams. Die Olympischen Spiele in Tokio finden von 23. Juli bis 8. August 2021 statt.

Einzig Max-Theurer mit Olympia-Limit

Das vorgegebene Olympia-Kriterium des Österreichischen Pferdesportverbandes (OEPS) von mindestens 72 Prozent im Grand Prix konnte bislang einzig die viermalige Olympiastarterin Victoria Max-Theurer mit ihrem 11-jährigen Abegglen FH NRW (aktuell Nr. 34 der Welt) erreichen.

Die oberösterreichische Rekord-Staatsmeisterin hatte gleich zum Auftakt der Wahlturnier-Serie vor zwei Wochen in Hagen (GER) in einem Weltklassestarterfeld 75,804 Prozent geholt.

Astrid Neumayer im Sattel von Zap Zap (69,435 Prozent) und Stefan Lehfellner mit Delizia (66,652 Prozent) verpassten jeweils die vorgegebenen 72-Prozent-Hürde.

Auch Renate Voglsang schrammte in der Vorwoche beim Maimarkt-Turnier in Mannheim (GER) mit Fürst Ferdinand zur Fasanenhöhe und 71,217 an der geforderten Olympiaqualifikations-Marke vorbei. Die Olympia-Starterin von London muss sich allerdings auf die Euro im September in Hagen (GER) konzentrieren, weil ihr Pferd für Olympia nicht fristgerecht (15. Jänner 2021) als im österreichischen Besitz befindlich registriert worden war.

„Fingerspitzengefühl und starke Nerven“

„Nach der langen Pause, ist es für alle österreichischen Dressurreiterinnen und Dressurreiter eine große Herausforderung wieder auf den Punkt in Form zu kommen und sich auf dicken internationalen Pisten gegen die starke Konkurrenz zu behaupten. Da braucht man Fingerspitzengefühl im Pferdemanagement und starke Nerven im Viereck“, erklärt Österreichs Dressurequipe-Chefin Uschi Barth.

Hochspannung in Achleiten

Das durch den Ausbruch des Herpesvirus übrig gebliebene einzige Pflichtturnier (das im März geplante CDI4* in Ebreichsdorf musste ja wegen der internationalen FEI-Turniersperre abgesagt werden) für die interne Olympiaqualifikation findet von 10. bis 13. Juni beim CDI4* in Achleiten (OÖ) statt. Dort müssen alle Olympia-Kandidatinnen und -Kandidaten, die nach Tokio wollen, gegeneinander im Viereck antreten.

Davor gibt es an gleicher Stelle vom 27. bis 30. Mai noch ein kurzfristig eingeschobenes CDI4*-Wahlturnier, weil Wiesbaden abgesagt werden musste.

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