Bacher mit Spezial-Best-Score auf Platz drei

Der zweite Tag beim internationalen Dressurturnier mit vier Sternen in Achleiten ist bereits wieder Geschichte und fand am Samstagnachmittag mit dem Grand Prix Spezial, der schwierigsten Dressurprüfung der Welt, seinen Höhepunkt. Bereits am Vortag wurde nach dem Grand Prix beim Pflichtturnier das Olympia-Team nominiert. Neben Victoria Max-Theurer, Florian Bacher und Christian Schumach wurden Astrid Neumayer und Belinda Weinbauer als Ersatzreiterinnen angegeben.


Bacher erneut stark

Wie bereits am Freitag konnte die Nummer eins der Welt, Isabell Werth, mit Emilio 107 ihre Klasse unter Beweis stellen und holte mit 76,915 Prozent einen klaren Sieg im Grand Prix der Spezial-Tour. Platz zwei ging an ihre Landsfrau Nicole Casper, die mit Birkhof’s Topas FBW und beachtlichen 73,809 Prozent die Prüfung beendete. Grund zur Freude hatte auch Florian Bacher mit Fidertraum, der mit persönlichem Best-Score im Grand Prix Spezial (73,256) als letzter Reiter im Schlossparkviereck Platz drei holte.

„Wir sind sehr zufrieden mit der heutigen Runde. Vom Gefühl her war es noch einmal besser als gestern. Leider sind mir wieder zwei kleine Fehler unterlaufen. Aber ich bin super happy, wie die letzten beiden Tage für uns gelaufen sind“, zog Bacher eine mehr als zufriedenstellende Bilanz und konnte sich über eine persönliche Bestmarke freuen: „Bestmarken sind immer gut, geben einem sehr viel und sind der Lohn für die harte Arbeit, die wir Tag für Tag gemeinsam absolvieren. Wir haben aber definitiv noch Luft nach oben, und mit dem Selbstvertrauen fahren wir dann auch nach Tokio. Dort werden einige Richter richten, die hier in Achleiten waren. Von dem her war das eine super Generalprobe.“

(c) CDI Achleiten
(c) CDI Achleiten

„Da kommt jetzt noch einiges auf uns zu"

Für das Olympia-Team beginnt jetzt allerdings erst eine stressige Zeit. In den nächsten Tagen müssen noch allerhand Dokumente für die ReiterInnen und Pferde aufbereitet und vorbereitet werden. „Da kommt jetzt noch einiges auf uns zu. Es gibt einige Auflagen, die wir vorab noch zu erfüllen haben und müssen mit den Pferden zu verschiedenen Untersuchungen. Jetzt können wir uns im Detail mit den Olympischen Spielen in Tokio beschäftigen und auch mit den konkreten Vorbereitungen beginnen und genau planen“, so der amtierende Dressur-Staatsmeister, der seinem „Fider“ in den nächsten Tagen eine Pause gönnen möchte.

Auch wenn die Olympia-Entscheidung erst gestern gefallen ist, wagt der 36-Jährige, der vor seinem zweiten großen Championat steht, eine vorsichtige Prognose: „Wir haben wirklich eine sehr gute Mannschaft, und ich denke, es ist absolut realistisch, dass wir als Team in den Spezial kommen. Für den Einzelbewerb muss man dann schauen. Ich gehe jedenfalls locker an die Sache heran. Wir wollen in Japan super Runden hinlegen, und dann wird man sehen, in welche Richtung das geht.“

N°4 FEI Grand Prix Spezial (CDI4*)

1. Isabell Werth (GER), Emilio 107, 76,915 Prozent
2. Nicole Casper (GER), Birkhof’s Topas FBW, 73,809
3. Florian Bacher (AUT), Fidertraum, 73,256
4. Jeanna Hogberg (SWE), Lorenzo, 73,149
5. Estelle Wettstein (SUI), Quaterboy, 70,979
6. Christian Schumach (AUT), Te Quiero, 70,894
7. Anna Buffini (GER), FRH Davinia la Douce, 70,426
8. Belinda Weinbauer (AUT), Fustanella OLD, 69,851
9. Renate Voglsang (AUT), Fürst Ferdinand zur Fasanenhöhe, 69,064
10. Katie Johnson (USA), Quartett, 69,043
11. Astrid Neumayer (AUT), Zap Zap, 65,404
12. Ulrike Prunthaller (AUT), Bartlgut’s Quarz, Eliminated

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